Die Redaktion

Der Weg von Lena Barozzi verläuft bisher nicht eben „geradeaus“. Aber er hat sie hierher geführt: In das Seminar Politikjournalismus an der Hochschule Darmstadt. Wenn sie nicht gerade im Tanzstudio auf der Yoga-Matte oder auf der Bühne steht, arbeitet sie in der Audio-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Berührungspunkte mit der Bundeswehr hat sie selbst nicht. Nur die Erzählungen der älteren Generation über den Wehrdienst prägen ihre Vorstellungen vom Militäralltag, in dem Pflichtgefühl, Kameradschaft und vor allem erstaunlich viel Warten eine große Rolle spielen.

Michael Blum gehört zur letzten Generation, die tatsächlich noch Wehrdienst leisten musste. Die Vernunft siegte und so entschied er sich für den Zivildienst in einem Universitätsklinikum. Diese Zeit war spannend und prägend zugleich. Auf diese Weise kam der introvertierte Gamer auch mit anderen Menschen in Kontakt und hat seinen Beitrag zur Gesellschaft geleistet, von dem er nun als Journalist berichten kann.

Fatma Betül Celik-Demirci

Emil Dröll dachte vor dem Projekt, die Wehrpflicht sei in den meisten europäischen Ländern längst abgeschafft. Erst durch seine Recherche hat er gemerkt, wie unterschiedlich die Modelle sind und dass der Wehrdienst vielerorts längst wieder eine größere Rolle spielt.

Julian Held studiert an der Hochschule Darmstadt und fasziniert sich neben dem Journalismus auch für Videospiele. Welche Rolle Waffen in der virtuellen Welt spielen, bespricht er mit einem Gamer. Zur Bundeswehr hat er so gut wie keine Berührungspunkte, das höchste der Gefühle war vor ein paar Jahren Werbung im Briefkasten – die im Papiermüll landete.

Leonie Hnizdo

Lucy Medert ist Studentin an der Hochschule Darmstadt und wenig überzeugt von Waffen, Wehrpflicht und Weltschmerz. Mit ihrer Recherche und den Beiträgen ihrer Kommiliton*innen zum neuen Wehrdienstgesetz hat sich ihre Sicht auf Wehrdienstleistende ein wenig geändert.

Arved Mittelstädt

Für Lisa Rupprecht klangen Waffen, auf dem Boden robben, Befehle geben und gehorchen lange nach patriarchalen Überbleibseln aus einer vergangenen Zeit. Doch das Projekt hat ihren Blick verändert: Heute versteht sie die Bundeswehr differenzierter als zuvor.

Sarah Wagner-Borst verbindet mit der Bundeswehr meistens den kleinen Mann, Krieg, Machtpositionen und Politiker, die sich passiv verhalten und dafür Soldaten in den Kampf schicken. Nach ihrer Recherche ist sie gegenüber der Truppe offener eingestellt und sieht auch die Bedeutung der Institution. Sie findet aber nach wie vor, dass man die Bundeswehr gut im Auge behalten sollte. 

Illustrationen: Sarah Wagner-Borst